Preisvergleich

Wer sich für mobiles Internet-Surfen interessiert, sollte die Angebote genauer unter die Lupe nehmen. Auch ein Preisvergleich ist anzuraten. Auch sollten sich die Kunden vor versteckten Kosten in Acht nehmen. „Es empfiehlt sich, alle Fußnoten sehr genau durchzulesen“, warnt Michael Wolf, der für die Stiftung Warentest einige Surf-Stick-Angebote untersucht hat. So werben einige Anbieter mit günstigen Monatsbeiträgen, die sich jedoch nach Ablauf der Vertragslaufzeit um bis zu 15 Euro erhöhen können – wenn der Kunde nicht rechtzeitig kündigt. Außerdem drosseln viele Anbieter das Surftempo, wenn ein bestimmtes Datenvolumen erreicht ist. „Da macht das Surfen auch keinen Spaß mehr“, sagt Wolf.

Zudem sollte sich der Kunde gut überlegen, ob er eine Vertragslaufzeit von bis zu zwei Jahren eingehen möchte. In dieser Zeit können die Preise durchaus sinken. „Besser sind Prepaid-Tarife oder Verträge, die kurzfristig kündbar sind“, empfiehlt Warentest-Experte Wolf. Auch wenn die Surf-Sticks in diesem Fall nicht mehr für einen Euro zu erwerben sind. Dafür können die Verbraucher aber eher günstigere Tarife und neue, schnellere Übertragungsraten nutzen.

Stick und Karte top, Handy flop

Vorteil des Surfsticks: Nach abgelaufener Vertragslaufzeit kann dieser auch bei anderen Anbietern eingesetzt werden. So braucht der Verbraucher beim Wechsel nicht noch einmal für die Hardware zu bezahlen, sondern muss lediglich – ähnlich wie bei einem Handy – die Sim-Karte im Surfstick austauschen. Jedoch sollte bedacht werden, dass die Installation ein wenig komplizierter wird, wenn man einen Internet-Stick mit einem fremden Netz verbindet, da der Nutzer die Zugangsdaten nun selber in die Verbindungssoftware eingeben muss. Aber dieser Mehraufwand sollte nicht von einem Tarifwechsel abhalten. Einzig Vodafone bietet hier ein Negativbeispiel. Die Web-Sticks sind durch eine Netzsperre für andere Netze unbrauchbar.

Die Einschubkarte ist, laut Stiftung Warentest, mit einer „sehr guten Datenübertragung per UMTS“ und einfacher Inbetriebnahme der schnellste und beste Weg ins Internet. Jedoch muss der Nutzer dafür 160 Euro aufbringen. Vom mobilen Surfen über das Handy raten die Tester hingegen ab. Zu lange Datenübertragungen und Probleme beim Download ließen die Telefone im Schnitt schlechter abschneiden als die Surf-Sticks und -Karten