Surf Stick
Ein Surf-Stick ist ein handliches Modem für den Laptop. Der Nutzer kann damit per Mobilfunk online gehen. Die praktischen Surf-Sticks gibt es inzwischen nicht nur in Kombination mit einem Laufzeitvertrag sondern auch auf Prepaid-Basis. Der englische Begriff „prepaid“ bedeutet „im Voraus bezahlt“. Der Nutzer bezahlt einen festen Preis und erhält dafür ein Zeit- oder Datenpaket. In Verbindung mit einem Surf-Stick kauft der Verbraucher also ein bestimmtes Kontingent an Online-Zeit bzw. Datenvolumen. Ist das bezahlte Paket aufgebraucht, endet die mobile Internet-Verbindung. Erst nach dem Aufladen seines Guthaben-Kontos kann der Nutzer wieder mobil ins Internet gehen.
SIM- und Net-Lock
Je nach Anbieter sind Surf-Sticks mit Sperrmechanismen wie einem SIM- oder Net-Lock ausgestattet. Hat ein Internet-Stick einen SIM-Lock, kann er nur mit einer bestimmten SIM-Karte benutzt werden. Ein so genannter Net-Lock bindet den Surf-Stick an ein bestimmtes Mobilfunknetz. Unter Umständen kann der Nutzer eine Entsperrung – nach Anleitung aus dem Internet – selbst durchführen.
Vor- und Nachteile
Wie bei einem Laufzeitvertrag auch hat das Mobil-Surfen auf Prepaid-Basis Vor- und Nachteile. Ein klarer Vorteil des Prepaid-Modells ist, dass sich der Nutzer nicht für einen längeren Zeitraum an einen bestimmten Anbieter binden muss. In der Regel verlangen Mobilfunkverträge eine Laufzeit von sechs, zwölf oder 24 Monaten. Ein Prepaid-Kunde bleibt also unabhängig und kann beispielsweise verschiedene Netze ausprobieren. Außerdem bietet ein Prepaid-Surf-Stick sehr überschaubare Kosten. Der Nutzer kann nur die Online-Zeit versurfen, die er im Voraus bezahlt hat.
Nachteile des Prepaid-Modell sind: Wer nicht genau den Stand seines Guthabenkotos im Auge behält, kann plötzlich aus dem Netz geworfen werden. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn man mitten in einem Download oder in einer Korrespondenz steckt. Nachteilig ist auch, dass viele Anbieter für Prepaid-Kunden nur veraltete Surf-Sticks bereithalten. Herkömmliche UMTS-Sticks etwa unterstützen maximal 384 Kilobit pro Sekunde im Downlink. Per High Speed Packet Access (HSPA) sind aber inzwischen Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde im Download und 5,8 Megabit pro Sekunde im Upload möglich. Die Erweiterung HSPA+ soll sogar Datenraten von bis zu 28 Megabit pro Sekunde im Downlink und bis zu 11 Megabit pro Sekunde im Uplink bieten. Außerdem reservieren einige Mobilfunkanbieter die High-Speed-Verbindungen für ihre Vertragskunden und überlassen den Prepaid-Nutzern nur die niedrigeren Datenraten.